Bevor es Traktoren gab, wurde Gras mit pferdegezogenen Mähmaschinen geschnitten. Das Mähmesser wurde dabei über die Räder vom Boden aus angetrieben – rund hundert Jahre lang, bis die Zeit der gezogenen Mähmaschinen in den 1950er-Jahren zu Ende ging. Genau dieses Prinzip zeigen wir mit unserem Mähwerk.
So funktioniert der Bodenantrieb
Das Mähwerk ist an einen Vorderwagen mit Fahrersitz angebaut, den zwei Pferde ziehen. Während das Gespann vorwärts geht, drehen sich die Räder des Vorderwagens und treiben über ein Getriebe eine Zapfwelle an. Diese setzt den Mähbalken in Bewegung: Eine Messerschiene mit dreieckigen Klingen läuft schnell hin und her und schneidet das Gras nach dem Scherenprinzip an den feststehenden Fingern des Balkens ab. Einen Motor braucht es dafür nicht – die ganze Kraft kommt von den Pferden.

Eine Spende macht es möglich
Angeschafft werden konnte die Mähmaschine dank einer Spende der Grafschafter Sparkassenstiftung: Im Mai 2016 überreichte die Stiftung der IGA auf dem damaligen Vereinshof, dem Eekenhof in Osterwald, einen Scheck über 7.000 Euro. Bei der Übergabe wurde das Mähwerk gleich vorgeführt. Herzlichen Dank dafür!
Steckbrief
- Bauart: Vorderwagen mit angebautem Mähbalken
- Antrieb: Bodenantrieb – die Räder treiben über ein Getriebe die Zapfwelle an
- Zugkraft: zweispännig
- Schnitt: Scherenschnitt mit hin- und hergehender Messerschiene
- Angeschafft: 2016
- Gefördert durch: Grafschafter Sparkassenstiftung (7.000 €)