Die Geschichte des Eekenhoff

Seinen Namen "Eekenhoff" erhielt dieser alte Bauernhof von den Mitgliedern des Vereins, denn die Gebäude sind umgeben von mächtigen alten Eichen (Eichen -> plattdt. -> Eeken) .

 

Fragt man hingegen die Leute im Dorf, so heißt der Hof hier nur Bramer-Hoff. Doch auch diese Familie war nicht Begründer der Hofstelle in Alte Piccardie 19.

Es begann alles damit, dass ein gewisser Dr. Piccardt 1647 den offiziellen Auftrag von Ernst Wilhelm zu Bentheim erhielt, das damalige Moor zu besiedeln und urbar zu machen. Es entstand am Rande der Gemeinde Osterwald eine Moorkolonie, die bald den Namen Piccardie erhielt. Die Siedler kultivierten das Moor mit niederländischen Techniken und gewannen so mit den Jahren fruchtbare, landwirtschaftliche Nutzflächen.

Der früheste erwähnte Name und Begründer der Hofstelle Nr.19 ist eine Familie Albers, urkundlich niedergeschrieben 1677 ein Herr Jan Albers.

Es müssen  fleißige Menschen gewesen sein, denn etwa 100 Jahre später (1865) besaß der Hof Albers bereits 20 Kühe, 80 Schafe, 60 Gänse, 4 Pferde und zwei Heuerhöfe. Da wahrscheinlich kein Erbsohn vorhanden war, ging der Hof Albers durch Heirat um 1890 in den Besitz des Bauern Bramer in Grasdorf ( Osterwald ). Dieser verpachtete die ca. 60 ha Acker- und Weideflächen und den Hof an Hindrik Pieper.

                 

                                                                                                                                 

Um 1920 ehelichte Harmtien, die Tochter des Bauern Bramer, Hindrik Walkotten aus Georgsdorf. Das junge Ehepaar erbte den ehemaligen Hof Albers und bewirtschaftete ihn bis ins hohe Alter.

Leider fand sich auch hier kein Hoferbe und so ging der Betrieb nach dem Tode der Eheleute Walkotten wieder in den Besitz der Familie Bramer zurück. Die Sandsteintafel im Inneren des Hauses weist vermutlich auf ein Haus hin, das im Jahre 1924 abgetragen und dessen Steine für den Innenausbau des Hofhauses genutzt wurden.

                      

Als Erbauer des zweigiebeligen Wirtschaftsgebäudes nennt eine Sandsteintafel am vorderen rechten Giebel : "H.+H. Walkotten geb. Bramer".

Heute sind die Ländereien an die umliegenden Landwirte verpachtet und die Heuerhäuser vermietet. Der Hof selbst erlebte in den letzten 50 Jahren eine wechselvolle Geschichte. Unter anderem diente er einem Zirkus als Winterquartier oder wurde als Pelztierfarm genutzt.

Seit 1991 bewohnt nun Jürgen Donker die Hofstelle. Durch die freundliche Unterstützung des Eigentümers Bramer und des Mieters Jürgen Donker
- selbst Mitglied und 1. Vorsitzender des Vereins - , ist nun die Interessenge-
meinschaft Arbeitspferd e.V.
seit 2001 auf dem Hof beheimatet.

Da der Hof lange Zeit nicht landwirtschaftlich genutzt worden ist, war viel Zeit und Mühe der Vereinsmitglieder notwendig, ihn wieder in den Zustand zu versetzen, in dem er sich heute befindet.